Dekontaminationsschleuse

Der Anhänger ist eine Beschaffung vom Landeskatastrophenschutz Mecklenburg-Vorpommern. Er wurde 2006 nach der Vogelgrippe-Epidemie in Auftrag gegeben und kommt bei Seuchen oder chemischen Unfällen zum Einsatz. Die Gerätschaften auf dem Anhänger dienen dazu, eine Schleuse aufzubauen, um Fahrzeuge, die ein verseuchtes Gebiet verlassen, schadstofffrei reinigen zu können.

Das 4x4 Meter große Desinfektionstor ist das Kernstück der gesamten Anlage. Es verfügt über feine Nebeldrüsen, mit dessen Hilfe eine Desinfektionslösung auf die Fahrzeuge gebracht wird. Grobe Verunreinigungen erfolgen mit den zwei Hochdruckreinigern, die ebenfalls auf dem Anhänger enthalten sind. Die kontaminierte Flüssigkeit wird anschließend in einer aus B-Druckschläuchen und Teichfolie errichteten Wanne aufgefangen und mit der Hilfe von Pumpen in einen geschlossenen Fachbehälter abgeführt.

Für den Eigenschutz stehen den Einsatzkräften leichte Chemikalienschutzanzüge (CSA) der Körperschutzform II sowie Schutzbrillen und Infektionsschutzmasken zur Verfügung

Aufbau ohne Folie
Vogelgrippe-Einsatz 2017